Start ins Wintersemester an der KU Eichstätt-Ingolstadt

20. Oktober 2011

Zum Wintersemester habe ich die Rolle des Fachsprechers der Eichstätter Journalistik übernommen und durfte in dieser Funktion unsere neuen Studierenden begrüßen. In diesem Semester arbeiten wir im Master weiter an unserem Projekt zur Redaktionsorganisation: Wir untersuchen die Strukturen einer großen Redaktion beim Bayerischen Rundfunk und erarbeiten zusammen mit den Journalisten Vorschläge zur Optimierung von Aufbau und Abläufen, Koordinationen und Konferenzen. Im Bachelor-Studiengang darf ich die Einführungsvorlesung halten. Zudem setze ich die Vortrags- und Diskussionsreihe “Journalistisches Kolloquium” fort, die mein Vorgänger Walter Hömberg vor 20 Jahren gegründet hat. In diesem Semester kommen u.a. Jens Radü (Spiegel), Wolfgang Pütz (Servus TV), Wolfgang Büchner (dpa) und Matthias Matussek (Spiegel). Zum vollständigen Programm. Interessierte Gäste sind herzlich eingeladen.


Neue Journalistenweiterbildung gegründet: Forum Journalismus und Medien Wien

6. Oktober 2011

In Österreich gibt es eine neue Institution für Journalistenweiterbildung: Das “Forum Journalismus und Medien Wien” will Seminare, Trainings, Workshops und Vernetzung für Journalistinnen und Journalisten anbieten. Träger ist ein Verein, der mit großem Anspruch und politischem Willen im Frühjahr 2011 gegründet wurde. Ich habe die Ehre, im Gründungsvorstand des Vereins mitwirken zu dürfen. Heute konstituiert sich der journalistische Beirat, an dem Journalistinnen und Journalisten aus allen Medienbereichen beteiligt sind.

Eine Aktivität des Forums ist der neue Masterstudiengang “International Media Innovation Management”, von dem ich hier schon berichtet habe und der in diesen Tagen startet. 14 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Österreich, Rumänien, Malta, Ungarn, Deutschland, Bosnien-Herzegowina, Serbien und Ägypten beginnen das viersemestrige Masterprogramm mit einem intensiven Lehrblock. Sie arbeiten alle in Medienunternehmen. Ich freue mich auf eine spannende Podiumsdiskussion zum Start des Programms - zusammen mit Bill Horn (Manager Video Desk, New York Times), Andy Kaltenbrunner (Program Director IMIM, Medienhaus Wien), Bill Mitchell (Head of International and Entrepreneurial Programs, The Poynter Institute) und Ada Pellert (President, Berlin University for Professional Studies). Am Montag, 10.10., geht’s um 18 Uhr im neuen “Media Quarter Marx” in Wien los.


Vortrag in Tutzing: Neue Formen politischer Öffentlichkeit

6. Oktober 2011

Am Samstag, 8. Oktober, bin ich an der Akademie für politische Bildung in Tutzing: Im Seminar “Das Volk gegen seine Repräsentanten? Mehr Bürgerbeteiligung an der Demokratie” trage ich zum Thema “Das Web 2.0 und neue Formen politischer Öffentlichkeit” vor.


10 Jahre Wikipedia: Podiumsdiskussion in Nürnberg

6. September 2011

“Wissen fängt mit W an” ist das Motto der WikiConvention (WikiCon) vom 9. bis zum 11.9. in Nürnberg anläßlich des zehnten Jubiläums der Wikipedia. Ich darf auf dem Podium am Samstag Abend mitdiskutieren. Bereits zum sechsten Geburtstag der Wikipedia war ich in einer TV-Diskussionsrunde zu diesem Thema.


Lehrbuch zur Journalistik nun in zweiter Auflage

31. August 2011

Mein Lehrbuch „Journalistik“ ist gerade in zweiter Auflage erschienen. Ich habe vier Jahre nach der ersten Auflage 2007 Daten und Forschungsergebnisse aktualisiert. Auch das Weblog zum Buch wurde aktualisiert und soll weiter Fundstücke und Feedback zu den Themen des Buches sammeln.


Buchbeitrag erschienen: Journalismusforschung als interaktive Innovationsforschung

1. Juni 2011

Im Februar und im November 2009 stellte ich auf wissenschaftlichen Fachtagungen das Thema bereits vor. Nun ist ein Beitrag dazu erschienen: Für das Buch “Methoden der Journalismusforschung” habe ich ein Kapitel “Journalismusforschung als interaktive Innovationsforschung” geschrieben. Es geht darum, wie der Wissenstransfer von kommunikationswissenschaftlicher Forschung zur redaktionellen Praxis besser umgesetzt und methodologisch durchdrungen werden kann. In Fallstudien habe ich Konzepte der Aktionsforschung getestet und versucht, für die Journalismusforschung fruchtbar zu machen. Mehr dazu in meinen Blogeinträgen zu den Vorträgen in Berlin und Winterthur.


Neu: Internationaler Studiengang zum Innovationsmanagement in Medien

23. Mai 2011

Bislang arbeiten Innovations- und Entwicklungsredaktionen häufig recht isoliert vor sich hin. Ein neuer Weiterbildungsstudiengang will internationale Netzwerke fördern: Im Master IMIM erhalten die Teilnehmer die Möglichkeit, frühzeitig von ähnlichen Projekten in anderen Ländern zu erfahren und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten. Mit im Boot sind Medienunternehmen und Dozierende aus Deutschland (z.B. Wolfgang Blau), Großbritannien (z.B. Alan Rusbridger), Österreich (z.B. Matthias Karmasin und Andy Kaltenbrunner), Spanien (z.B. José García Avilés) oder der Schweiz (z.B. Vinzenz Wyss). Zusammen mit Kolleginnen und Kollegen aus diesen Ländern war ich an der Entwicklung des Programms beteiligt und werde auch in diesem Studiengang lehren. Journalisten und andere Mitarbeiter in Medienunternehmen studieren berufsbegleitend. Medienunternehmen können zusammen mit einem studierenden Mitarbeiter Projekte oder Problemstellungen aus dem eigenen Unternehmen in die internationalen Teams einbringen. Der Branchendienst meedia.de hat bereits berichtet; eine Pressemitteilung informiert über Konzept und beteiligte Partner. Interessenten können sich gerne direkt an mich wenden.


Studie zu Transparenz und Vertrauen im Journalismus erschienen

9. Mai 2011

Wie können Journalisten Transparenz gegenüber ihrem Publikum herstellen? Und: Schafft Transparenz tatsächlich mehr Vertrauen? – Transprenz ist zu einem neuen „Buzzword“ geworden und liegt im Trend der digitalen Öffentlichkeit, ist aber nicht eindeutig, sondern widersprüchlich und komplex zu bewerten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die ich zusammen mit Julius Reimer und Studierenden am Institut für Journalistik der TU Dortmund zwischen Oktober 2009 und Juli 2010 durchgeführt habe. Die Forschungsergebnisse sind nun in einem Aufsatz in der Fachzeitschrift Publizistik erschienen. Der Beitrag ist an vielen Unis aus dem Campusnetz heraus kostenlos abrufbar (das Abstract für alle sichtbar). Mehr Infos dazu auch in meinem Lehrbuch-Blog.


Start ins Sommersemester an der KU Eichstätt-Ingolstadt

29. April 2011

Mein erstes volles Semester zurück an der Uni Eichstätt beginnt in der nächsten Woche. In meinen Lehrveranstaltungen im Bachelor Journalistik und im Master “Management und Innovation in Journalismus und Medien” werden wir uns viel mit Wandel und Innovation beschäftigen. In einem Masterprojekt wollen wir die Strukturen einer Redaktion untersuchen und zusammen mit den Journalisten Vorschläge zur Einführung eines neuen Newsrooms machen. Das iPad und mögliche neue Erzählformen für den Journalismus werden eine große Rolle in Bachelor und Master spielen. Ganz besonders freue ich mich auf die Begleitseminare zu Abschlussarbeiten: 15 Studierende in Bachelor und Diplom sowie neun Promovierende.


Drei Beiträge erschienen: Crossmedia aus verschiedenen Perspektiven

9. November 2010

Das Buch “Crossmedia – Wer bleibt auf der Strecke?” bündelt die Vorträge der Medientage Passau vom November 2009. Dem Herausgeberteam um Ralf Hohfeld ist ein Band gelungen, der einen guten Überblick über Theorie und Praxis der aktuellen Entwicklungen im Journalismus rund um den Themenkreis Konvergenz und Crossmedia bietet. Autoren sind Wissenschaftler und Journalisten. In meinem Beitrag “Crossmedialer Journalismus. Eine Analyse redaktioneller Konvergenz” fasse ich alle Studien zu diesem Thema zusammen, an denen ich in den letzten Jahren beteiligt war.

Einen ähnlichen Beitrag - allerdings für ein wissenschaftliches Publikum in Südamerika - habe ich für die Zeitschrift “Comunicacíon y Ciudadanía” geschrieben, die an der Universität Externado de Colombia in Bogotá herausgegeben wird. Der Beitrag ist Dank der Übersetzung von María Ángela Torres im Heft 3/2010 erschienen - unter dem Titel El Periodismo en cambio. Digitalización y convergencia de redacciones en Alemania” (Journalismus im Wandel. Digitalisierung und redaktionelle Konvergenz in Deutschland).

Für das deutsch-russische Handbuch “Journalistische Genres in Deutschland und Russland” (hg. von Alla G. Bespalova, Evgenij A. Kornilov und Horst Pöttker) habe ich einen kleinen Beitrag zum Stichwort “Crossmediale Genres” verfasst. Dort geht es um plattformübergreifendes Story-Telling, das in Redaktionen entwickelt werden muss, die nicht nur in einem Medium veröffentlichen, sondern mehrere Plattformen bedienen. Der Anspruch, nicht alle Medien gleichzeitig und gleichwertig zu bestücken, sondern gemäß den Nutzererwartungen an die jeweilige Plattform, hat zur Folge, dass ein crossmedialer Workflow zwischen den Plattformen angestrebt wird.


Wechsel an die Universität Eichstätt zum 1.1.2011

4. August 2010

Die Würfel sind gefallen: Am 1. Januar 2011 werde ich an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt den Lehrstuhl für Journalistik I von Walter Hömberg übernehmen. Die Entscheidung, die TU Dortmund zu verlassen, ist mir nicht leicht gefallen – aufgrund des hervorragendes Klimas am Institut für Journalistik, der kompetenten Kolleginnen und Kollegen, des großen Engagements der Studierenden und des integrativen Ausbildungskonzepts. Ich werde dem Dortmunder Institut für Journalistik immer freundschaftlich verbunden bleiben.

Aber natürlich freue ich mich auf die neuen Aufgaben in Eichstätt – und darauf, an meine alte Universität zurückzukehren. Dort habe ich studiert und promoviert und war an dem Lehrstuhl Wissenschaftlicher Mitarbeiter, auf den ich jetzt berufen wurde.

Hoffentlich gelingt es uns, die beiden einzigen noch verbliebenen grundständigen Journalistik-Angebote an deutschen Universitäten - in Dortmund und Eichstätt - fester aneinander zu binden.


Buchbeitrag erschienen: Redaktion als Institution der Medienethik

23. März 2010

Redaktionen tauchen in medienethischen Studien und Ratschlägen nur en passant auf - und nicht als eigenständige Institutionen der Medienethik. Dass sich dies in der Redaktionspraxis zurzeit ändert und auch ändern sollte, begründe ich in einem Beitrag für das neue “Handbuch Medienethik”, das Christian Schicha und Carsten Brosda herausgegeben haben und das gerade erschienen ist. Einige Stichworte meines Betrags: redaktionelle Verantwortung, Redaktionskodex, offene/transparente Redaktion, Ombudsmann, Leserbeirat, Fehlerkorrekturen. Die Perspektive: Die Redaktion ist die Institution, die eine Werteorientierung garantieren und dem Publikum signalisieren muss. Jede einzelne Redaktion muss um Vertrauen beim Publikum werben, um das diffuse Misstrauen zu durchbrechen, das sich auf alle Medienanbieter gelegt hat.


Podiumsdiskussion in Darmstadt und Vortrag in Wien zur Zukunft des Journalismus

4. März 2010

Am 8. März werde ich eine Podiumsdiskussion unter dem Titel “Surfen der Zeitung die Leser davon?” moderieren. Zu dieser Veranstaltung lädt der Presseclub Darmstadt aus Anlass seines fünfjährigen Bestehens ein. Mit dabei sind der Chefredakteur des „Darmstädter Echo”, Jörg Riebartsch, der Mitherausgeber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung”, Werner D´Inka, und der Berliner Medienpädagoge Prof. Dr. Anton Austermann. (Nachtrag 9. März: Das Darmstädter Echo berichtet über die Veranstaltung - gleich zweimal).

Um die Zukunft des Journalismus geht es auf einem Experten-Workshop vom 18. bis zum 20. März in Wien unter dem Titel “Journalism 2020. Maintaining Professionalism. Regaining Credibility”. Mit dabei sind Chefredakteure und Redaktionsleiter wie u.a. Alan Rusbridger (Guardian), Wolfgang Blau (Zeit online) und Romanus Otte (Die Welt) und Wissenschafter u.a. aus Spanien (José Garcia Avilés, Universidad Miguel Hernández), den USA (Scott Maier, University of Oregon), Österreich (Matthias Karmasin, Universität Klagenfurt) und der Schweiz (Stephan Russ-Mohl, Università della Svizzera italiana). Organisiert wird die Veranstaltung vom Medienhaus Wien. Ich werde im Panel „Credibility – the Neglected Nr. 1 Quality of Journalism“ vortragen.


Veröffentlichungen in Festschriften zur Krise des Journalismus, zu Transparenz im Journalismus und zur Veränderung der Wissenschaft durch das Internet

4. März 2010

Mein erstes Semester an der TU Dortmund ist zu Ende gegangen. Der Lehrstuhl für crossmediale Entwicklungen des Journalismus bekommt nach Monaten des Aufbaus Kontur. Mittlerweile sind es fünf wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zusammen mit mir eine Fülle von Lehr- und Forschungsprojekten durchführen, beginnen oder anschieben. Erstes Durchatmen - mit froher Perspektive nach vorne.

In jüngster Zeit sind drei Veröffentlichungen erschienen - alle in Festschriften: “Transparenz im Journalismus. Neue Herausforderungen im digitalen Journalismus” heißt ein kurzer Beitrag in der Festschrift zum 150. Jubiläum des Wiener Presseclubs Concordia. Meine bereits vor einem Jahr veröffentlichten Thesen zum “Journalismus in der Krise” und zum “Strukturwandel der Medien” habe ich für einen Buchbeitrag erweitert und aktualisiert: Das Buch “Journalismus lehren” beginnt nun mit diesem Kapitel. Es ist zum zehnten Jubiläum der Journalistenakademie erschienen. Und für die Festschrift zum 65. Geburtstag von Walter Hömberg habe ich eine nicht ganz ernst gemeinte Kurzgeschichte zur Veränderung der Wissenschaft durch das Internet beigetragen. Das Buch ist als Sonderheft der Zeitschrift Communicatio Socialis unter dem Titel “Vom Vorwort bis zum Friedhofsgespräch” erschienen und würdigt Walter Hömberg als Meister des Zentralen und Marginalen.


Integración de redacciones en Austria, España y Alemania: modelos de convergencia de medios

1. Dezember 2009

Unser Artikel über redaktionelle Konvergenz ist nun in der spanischen Zeitschrift Anàlisi erschienen, die von der Universidad Autónoma de Barcelona herausgegeben wird. Der Beitrag steht komplett zum Download im Internet.

El presente artículo trata sobre el trabajo de los periodistas en las redacciones que elaboran contenidos para múltiples medios: prensa, radio, televisión, Internet y otros. El estudio explora los procesos de cambio en las prácticas periodísticas y el flujo de trabajo en las redacciones de seis empresas de comunicación en tres países. Los resultados plantean la existencia de tres modelos diferentes de convergencia de redacciones: el de integración plena, el de colaboración entre redacciones y el de coordinación de soportes aislados, cada uno con sus propios rasgos configuradores. Aunque ninguno de los modelos propuestos existe de forma pura y ninguna de las compañías analizadas cumple totalmente los requisitos de cada uno, buena parte de las experiencias de integración marcan distintos grados de desarrollo empresarial y polivalencia periodística.

Die deutschsprachige Version und die englischsprachige Version legen inhaltlich unterschiedliche Akzente, fassen aber natürlich auch die Kernergebnisse unseres transnationalen Forschungsprojekts zusammen.

Am 3. und 4. Dezember 2009 werden wir die Ergebnisse des Forschungsprojekts mit Chefredakteuren österreichischer Tageszeitungen bei einem Workshop in Innsbruck diskutieren.


Wissenschaftliche Mitarbeiter(innen) gesucht

1. Dezember 2009

Am Institut für Journalistik sind mehrere Mitarbeiterstellen ausgeschrieben - für Forschung und Lehre. Neben meinen Kollegen Susanne Fengler (eine Ausschreibung) und Michael Steinbrecher (zwei Ausschreibungen) suche ich nach zwei neuen Mitarbeitern/innen: In einer Stelle geht es um die Leitung und Koordination der Lehrredaktion Online sowie um die Umsetzung des crossmedialen Newsdesks, der die Lehrredaktionen Print, Radio, TV und online verknüpft (Bewerbungsschluss 11.12.). Die andere Stelle ist im Kontext des Projekts „TV-Lernsender NRW“ ausgeschrieben. Es geht einerseits um eine angewandte Begleitforschung des Projekts im Bereich Crossmedia TV/Internet, andererseits um Grundlagenforschung an der Schnittstelle zwischen Fernsehen und Internet (Bewerbungsschluss 21.12.).


„Crossmedia“ - Keynote bei den Medientagen Passau

20. Oktober 2009

Der 6. November ist der Höhepunkt der Medientage Passau: Bekannte Journalisten - wie Christian Jakubetz, Andreas Bachmann oder Thomas Kießling - bieten Workshops rund um das Thema “Crossmedia” an. Ralf Hohlfeld hält seine Antrittsvorlesung als Inhaber des Lehrstuhls für Kommunikationswissenschaft an der Universität Passau: ”Krise oder Strukturwandel? Publizistische Qualität in neuen Öffentlichkeiten”. Und ich darf die Keynote sprechen: ”Crossmedialer Journalismus im Newsroom”.


Start am Institut für Journalistik der Uni Dortmund

9. Oktober 2009

Am Montag beginnen die Lehrveranstaltungen am Institut für Journalistik der Uni Dortmund. Zusammen mit Claus Eurich werde ich die Einführungsvorlesung für die Erstsemester halten. Ein Forschungslehrprojekt im dritten Semester geht in einem Experiment der Frage nach, ob journalistische Transparenz (z.B. Quellenverweise, Links, Korrekturen etc.) tatsächlich zu mehr Vertrauen und Glaubwürdigkeit führt. Für das Hauptstudium biete ich zwei Seminare/Übungen an: “Online-Story-Telling” (multimediale Reportagen) und “Herausforderung Redaktionsorganisation: Trends und Innovationen”. Zudem werde ich zusammen mit den Redaktionsleitungen und dem Kollegen Michael Steinbrecher den weiteren Aufbau des crossmedialen Newsdesks unterstützen, der die vier Redaktionen der regelmäßig erscheinenden Campusmedien verknüpft - ein wahrhaft gigantisches und einmaliges Projekt.


„Journalism Research in the Public Interest“: Podiumsdiskussion und Vortrag auf internationaler Konferenz

4. August 2009

Erfahrungen aus meinen anwendungsorientierten Forschungsprojekten darf ich im November auf einer internationalen Konferenz in Zürich/Winterthur präsentieren. Die Organisatoren haben mich für die Podiumsdiskussion eingeladen, bei der ich zusammen mit den Journalistik-Professoren Jay Rosen (New York University), Barbie Zelizer (University of Pennsylvania) und George Terzis (Vrije Universiteit Brussel) zum Thema “Journalism Research in the Public Interest” diskutieren werde. Außerdem wurde mein Abstract zum Thema “Journalism Research as Interactive Innovation Research” aus den Einreichungen für einen Vortrag ausgewählt. Mir geht es bei diesen Rahmenthemen vor allem um den Wissenstransfer zwischen Journalismusforschung und Gesellschaft - speziell den Transfer zwischen Forschung und Journalisten/Redaktionen. Die Methodologie, die ich dafür entwickelt und getestet habe, bezieht Journalisten und Redaktionen von Anfang an in einen interaktiven und dialogischen Forschungsprozess ein.

Die Konferenz ”Journalism Research in the Public Interest” vom 19. bis zum 21. November 2009 wird organisiert von den “Journalism Studies Sections” der European Communication Research and Education Association (ECREA), der Schweizerischen Gesellschaft für Kommunikations- und Medienwissenschaft (SGKM) und der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (DGPuK) und sie wird unterstützt von der Journalism Studies Division der International Communication Association (ICA) und der Journalism Research and Education Section der International Association for Media and Communication Research (IAMCR).


Thema Transparenz: Interview im Deutschlandfunk

27. Juli 2009

Redakteurin Bettina Köster der Sendung “Markt und Medien” im Deutschlandfunk hat ein Interview mit mir zum Thema “Transparenz im Journalismus” geführt. Der sechsminütige Betrag wurde am Samstag, 25. Juli, gesendet (Teaser mit Link zum Flash-Player,  mp3-Datei zum Download). Die Beispiele, die ich erwähne: die Transparenz-Initiative “Öppen redaktion” (2007 bis Juni 2009) der Sendung Aktuellt des schwedischen öffentlich-rechtlichen TV-Senders SVT; die Diskussion zum Sommerloch im Tagesschau-Blog und die Reaktionen darauf. Natürlich gibt es eine Menge anderer Beispiele, für deren Erwähnung keine Zeit mehr war: z.B. der Leserbeirat von Bild oder die zahlreichen Twitter-Feeds von Chefredakteuren und Redaktionen (unter Transparenz-Aspekten z.B. interessant: Christian Lindner von der Rhein-Zeitung, Anton Sahlender von der Main-Post oder die Redaktion von derwesten.de).

Nachtrag: Am 26. Oktober 2009 wurde ich für die Sendung “Markt und Medien” zum Thema “40 Jahre Internet” und im Kontext der Debatte um Qualität im Journalismus interviewt (mp3-Datei des Interviews; dazugehöriger Beitrag zu Qualität).