„Transparency in Journalism“: Vortrag auf der Konferenz „The Future of Journalism“ in Cardiff

29. Juni 2009

Eines meiner aktuellen Forschungsprojekte beschäftigt sich mit der Frage nach Transparenz im Journalismus. Was auf den ersten Blick und in deutschen Ohren recht akademisch und theoretisch klingen mag, hat in anderen Ländern - und mitunter sogar in Deutschland - sehr praktische Auswirkungen: Offene Redaktionen lassen das Publikum teilhaben an den journalistischen Prozessen; Redakteure erklären und diskutieren ihre Entscheidungen; Redaktionskonferenzen werden ins Web übertragen; neue Themen entstehen erst in der Debatte mit den Nutzern oder werden darin weitergetrieben; Leserbeiräte entwickeln neue Themenfelder. „Transparency – telling the public how the media gets its stories – has become one of the biggest issues facing newspapers“, schrieb schon 2006 der Medienkritiker der “St. Petersburg Times”, Eric Deggans. Und die “American Journalism Review” fragte, ob Journalismus nicht schon „too transparent“ geworden sei. “Transparency” ist ein neues Buzzword der Medienbranche.

Mein Abstract zu diesem Thema wurde unter mehr als 300 Einsendungen für die Tagung “The Future of Journalism” vom 9. bis zum 10. September 2009 in Cardiff ausgewählt. Diese Konferenz wird alle zwei Jahre von den renommierten Journals “Journalism Studies” und “Journalism Practice” an der Cardiff School of Journalism, Media and Cultural Studies organisiert. Mein Vortrag “Transparency in journalism: Credibility and trustworthiness in the digital future” ist im Panel “Sources/Ethics” eingeplant, in dem auch andere Wissenschaftler über Transparenz sprechen (vgl. Programm und Abstracts).


DJV-Seminar in Berlin: „Wie trotzen wir der Krise?”

4. Juni 2009

Der Deutsche Journalistenverband Berlin lädt am 25. Juni zu einer Diskussionsveranstaltung unter dem Titel “Wie trotzen wir der Krise?” ein. Ich werde dort meine Thesen zum Strukturwandel der Medien zur Diskussion stellen. Auf dem Podium referieren dann Journalistinnen und Journalisten, die in den letzten Jahren ihr eigenes Medium gegründet und sich so ihre Arbeitsmöglichkeit selbst geschaffen haben. In Deutschland beginnen wir erst, uns Gedanken zur Frage zu machen, wie Journalismus ohne die großen Dinosaurier-Medienunternehmen funktionieren kann. Eine provozierende und herausfordernde Fragestellung, die weitreichende Bedeutung für den Arbeitsmarkt der Journalistinnen und Journalisten hat.


Buchbeitrag „Newsroom-Konvergenz in Tageszeitungen im internationalen Vergleich” erschienen

4. Juni 2009

Unser Beitrag „Newsroom-Konvergenz in Tageszeitungen im internationalen Vergleich” ist im Buch „Die österreichische Medienlandschfat im Umbruch” erschienen. Der Sammelband wurde von Birgit Stark und Melanie Magin im Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften herausgegeben.


Seminar „Medien-Konvergenz: Chance oder Schock?” in Zürich

14. Mai 2009

Am 19. Mai lädt der Schweizerische Nationalfonds und der Schweizer Klub für Wissenschaftsjournalismus zum Seminar „Der multimediale Journalist – Medien-Konvergenz: Chance oder Schock?”. Ich darf zusammen mit Peter Wippermann (Uni Essen), Holger Dambeck (Spiegel online), Jodok Kobelt (Journalismus-Trainer) und den Verantwortlichen der Tagesschau (SF Schweizer Fernsehen) referieren. Dass die Tagung die Themenbereiche redaktionelle Konvergenz und Wissenschaftsjournalismus zusammenbringt, finde ich sehr spannend und wichtig. Studierende der Hochschule Darmstadt arbeiten zurzeit in Abschlussarbeiten an diesem Thema. Ich bin gespannt auf die Erfahrungen der Schweizer Kollegen.


Süddeutscher Journalistentag: Diskussion über „Neue Sündenfälle und die journalistische Ethik im Internet“

4. Mai 2009

Auf dem Süddeutschen Journalistentag des DJV am 16. Mai in München werde ich zusammen mit Jochen Wegner (FOCUS online), Christian Jakubetz (imfeldmedia) und Thomas Mrazek über „Neue Sündenfälle und die journalistische Ethik im Internet“ diskutieren. In den anderen Foren geht es u.a. um die Zeitungskrise (mit Michael Haller, Hans Werner Kilz und Siegfried Weischenberg) und um Videos auf allen Kanälen. 


Ruf an die Universität Dortmund

26. April 2009

Eigentlich ist es nicht üblich und sinnvoll, sich öffentlich zu einem Ruf auf eine Professur zu äußern, bevor die Bleibeverhandlungen an der alten Wirkungsstätte und die Berufungsverhandlungen an der eventuellen neuen begonnen haben. Mein Ruf an das Institut für Journalistik der Technischen Universität Dortmund ist indes schon so öffentlich geworden, dass ich mit der Tradition der Nicht-Äußerung brechen muss. Da parallel mit mir der bekannte Fernsehjournalist Michael Steinbrecher berufen wird, hat die Universität beide Rufe in einer ausführlichen Pressemitteilung bekannt gegeben und das Institut auf der Homepage darauf hingewiesen. Nicht nur regionale Medien in NRW, auch überregionale Medien wie Spiegel online haben darüber berichtet. Und schließlich hat Ulrich Pätzold, der Vorgänger auf dieser Professur und einer der Gründungsväter der Journalistik in Deutschland, hier auf meiner Website schon gratuliert. Aufgrund der Veröffentlichungen habe ich schon viele Glückwunsch-Mails und -Telefonate erhalten.

Ich freue mich sehr, dass mich das renommierte und größte deutsche Journalistik-Institut in Dortmund als W3-Professor für crossmediale Entwicklung des Journalismus berufen hat. Dieser Lehrstuhl bietet unglaubliche Chancen, in Forschung und Lehre den Medien- und Journalismuswandel zu begleiten. Gleichwohl stehen jetzt erst die Verhandlungen an - und dabei möchte ich das Beste für die Studierenden und das Institut erreichen. Diejenigen, die mich näher kennen, wissen, wieviel Herzblut ich in die Studiengänge Online-Journalismus und Wissenschaftsjournalismus der Hochschule Darmstadt gesteckt habe. Ein Abschied aus Darmstadt/Dieburg würde mir nicht leicht fallen - zumal ich davon überzeugt bin, dort hervorrragende Studienkonzepte, engagierte Studierende und den besten Kreis aus Kolleginnen und Kollegen zu haben, den ich mir zurzeit vorstellen kann. Es sind spannende Zeiten.


Vortrag bei den „Jornadas de Periodismo” an der Universidad Elche, Spanien

17. April 2009

Unter dem Titel „Reinventar los medios locales“ („Lokale Medien neu erfinden“) laden die Kolleginnen und Kollegen der Universidad in Elche (bei Alicante) zu den vierten „Jornadas Internacionales de Periodismo“ (Internationale Journalismus-Tagung) am 29. und 30. April ein. Großes Thema wird der Strukturwandel der Medien sein, der den spanischen Journalismus vielleicht noch härter getroffen hat als den deutschen. „Die Grundfeste der alten Kommunikationsindustrie wanken“, heißt es in der Einladung. ”Die Medienwelt befindet sich in einer radikalen Krise, die sie in ihrer Geschichte noch nicht durchlitten hat.“ Es geht um die Zukunft der gedruckten Tageszeitung, den Wert des lokalen Journalismus und den professionellen/beruflichen Status des Journalisten - sowie um neue Projekte im Internet (periodismo hiperlocal). Ich darf im Panel „La experiencia europea“ mit dabei sein und werde über die „Reinvention of ”transparent journalism“ in the digital age” sprechen. Mehr Infos zur Tagung finden sich im Blog meines Kollegen Miguel Carvajal

Nachtrag (4.5.09): Tagungsfazit: Eine spannende Konferenz mit viel Input aus der spanischen Medienszene. Es ist dort vieles im Umbruch; die Krise ist an allen Ecken und Enden spürbar. In den vergangenen Monaten haben Schätzungen zufolge zwischen 3.000 und 5.000 Journalisten ihren Arbeitsplatz verloren (die Arbeitslosigkeit liegt in Spanien insgesamt bei über 17 Prozent). Gleichzeitig gibt es einige Initiativen, den Journalismus im Internet zu erneuern (z.B. die jüngst gestartete, innovative Website lainformacion.com). Studierende der Universidad Miguel Hernández (UMH) haben die Referenten um kurze Videostatement gebeten (hier mein Statement). Regionale Medienblogger berichteten auch über unser Panel. Das Konzept des “transparent journalism” ist in Spanien offenbar noch kaum bekannt (wie ja auch in Deutschland).


Beitrag: Journalismus in Zeiten der Wirtschaftskrise

31. März 2009

Für das Journalistik Journal, Heft 1/09, habe ich den Beitrag “Journalismus in Zeiten der Wirtschaftskrise. Neun Thesen zum Strukturwandel der Medien” geschrieben.


Vortrag an der FH Wilhelmshaven: Crossmediale Newsrooms

31. März 2009

Morgen, 1. April, bin ich in Wilhelmshaven an der Fachhochschule zum Vortrag “Crossmediale Newsrooms in Europa” - passend zur Veröffentlichung unserer Studie zu diesem Thema in der Fachzeitschrift Journalism Practice.


Beitrag „Newsroom Integration” als „iFirst Article” erschienen

30. März 2009

Unser Beitrag “Newsroom integration in Austria, Spain and Germany. Models of media convergence” ist in der Fachzeitschrift “Journalism Practice” als so genannter “iFirst Article” erschienen (Abstract). Gedruckt erscheint der Aufsatz erst im Heft 3 (Sommer 2009). Der Beitrag ist das Ergebnis eines transnationalen Forschungsprojekts, das ich zusammen mit Forschern aus Österreich und Spanien seit zwei Jahren durchführe.

Wir haben versucht, die vielfältigen und komplexen Auswirkungen der Medienkonvergenz auf journalistische Redaktionen in einer Matrix zu systematisieren. Redaktionelle Konvergenzprozesse haben demnach vier essentielle Dimensionen: den Projektrahmen im Unternehmen, das Newsroom Management, die journalistische Praxis sowie Arbeitsorganisation/Personalentwicklung. Diese Matrix kann dazu beitragen, Konvergenzprozesse nicht nur umfassend wissenschaftlich zu analysieren, sondern auch in der journalistischen Praxis zu planen, umzusetzen und zu reflektieren.

Wir haben drei idealtypische Modelle entworfen: “full integration”, “cross-media” and “co-ordination of isolated platforms”. Im Gegenstaz zu manch anderen Forschungs- und Beratungsprojekten gehen wir nicht davon aus, dass die Konvergenzentwicklung überall zwingend auf eine “integrierte Redaktion” hinauslaufen wird. Jede Redaktion muss ein eigenes, für sie passendes Modell finden. Allerdings sollten immer Konvergenzstrategien mit bedacht und dabei alle Ebenen/Dimensionen berücksichtigt werden.


„Raubzug im Internet”: Interview für „Panorama”

30. März 2009

Kurze Interview-Sequenzen wurden in einem Beitrag der ARD-Sendung “Panorama” am 26. März gesendet (Transkript als pdf). Basis war ein ca. einstündiges Interview, das ein “Panorama”-Team mit mir in der Dieburger Bibliothek aufgenommen hatte. Es ging um das Problem, dass immer mehr Redaktionen Fotos aus dem Internet klauen und in ihren Publikationen drucken: häufig die Bild-Zeitung, aber auch andere - wie im Fall Winnenden z.B. Focus und Stern. Die Perfidie: Oft sind Opfer zu sehen, die ungefragt abgebildet werden. Oder falsche Fotos von angeblichen “Tätern”. Das sind massive Verstöße gegen die journalistische Ethik. Stefan Niggemeier hat in seinem Blog den “Panorama”-Beitrag treffend kommentiert und ergänzt.


Zwei Videos: „Stärken und Schwächen der Newsdesk-Konzepte” und „Boombereich Online-Journalismus”

18. Februar 2009

In einem sechsminütigen Video-Interview für die Bundeszentrale für politische Bildung habe ich bei der Tagung „Zeitung macht Zukunft” über die Vor- und Nachteile der Newsdesk-Konzepte gesprochen. Das Video wurde jetzt im Tagungsblog veröffentlicht. Und noch ein Videoschnipsel mit Wortbeiträgen von mir kann ich empfehlen: den Zusammenschnitt der Podiumsdiskussion „Online-Journalismus: Der neue Boombereich des Journalismus?” auf dem Deutschen Fachjournalistenkongress.


Tagung: Innovative Journalismusforschung

26. Januar 2009

Mehr als 50 Wissenschaftler treffen sich vom 5. bis zum 7. Februar zur Tagung “Methoden der Journalismusforschung” in Berlin. Nach den Keynotes von Wolfgang Donsbach (Dresden) und Armin Scholl (Münster) werde ich das Panel “Ansätze und Designs” eröffnen - mit dem Vortrag “Angewandte Journalismusforschung als Aktionsforschung”. Ich vermute, dass mein methodisch innovativer Ansatz heftig umstritten sein wird (der Review-Prozess hat das schon signalisiert). Die Mainstream-Sozialforschung, die zurzeit auch für die Kommunikationswissenschaft bestimmend ist, dürfte mit dem Ansatz der Aktionsforschung Probleme haben: Denn die Aktionsforschung lehnt das Postulat ab, die soziale Realität dürfe durch den Forschungsprozess nicht verändert werden, sondern sucht bewusst Anschluss- und Kooperationsmöglichkeiten mit dem Ziel, die Forschungstätigkeit in die Alltagspraxis der „Beforschten“ einzubinden, um diese in einem gemeinsamen Lernprozess zu verändern. Journalismusforschung kann so in einem dialogischen und zyklischen Prozess die Kluft zwischen Wissenschaft und journalistischer Praxis versuchen zu überwinden.

Bei meinen Forschungs- und Beratungsprojekten mit APA (Wien), br-online (München) und sda (Bern) habe ich einzelne Bausteine der Aktionsforschung getestet. Die Erfahrungen daraus möchte ich in Berlin präsentieren. Entwicklungsmöglichkeiten der Aktionsforschung sehe ich zum Beispiel in anwendungsorientierten Abschlussarbeiten der Journalistik (auf Masterniveau; z.B. auch Weiterbildungsmaster), in denen Studierende Innovationskonzepte in Kooperation mit Redaktionen entwerfen, diese im sozialen Feld exemplarisch umsetzen und evaluieren. Die Aktionsforschung ist für die Redaktions- bzw. Organisationsforschung im Sinne einer Organisationsberatung besonders geeignet. Sie muss aber nicht darauf beschränkt bleiben. Denkbar sind zum Beispiel auch das forschungsbegleitete Entwickeln, Implementieren und Evaluieren neuer journalistischer Formen (Darstellungsformen und Erzählweisen), Formate (z.B. crossmediale oder partizipative Formate) und Konzepte (z.B. Experimente mit „Public Journalism“ auch in Deutschland).

Ich bin gespannt auf die Debatte. Die Beiträge der Tagung sollen in einem Sammelband veröffentlicht werden, der wohl noch 2009 erscheinen wird.


„Zeitung macht Zukunft” - Tagung der Bundeszentrale für politische Bildung

14. Januar 2009

Irgendwie mögen die Organisatoren von Tagungen zum Lokaljournalismus die Kombination aus den Wörtern “Zeitung” und “Zukunft”. Nach unzähligen Veranstaltungen zu den Themen “Zukunft der Zeitung” oder “Zeitung der Zukunft” in den vergangenen Jahren wird es in der nächsten Woche eine Tagung zum Thema “Zeitung macht Zukunft: Print x Online = Qualität²” geben. Das 17. Forum Lokaljournalismus der Bundeszentrale für Politische Bildung vom 21. bis zum 23. Januar in Schwerin wird sogar von der Bundeskanzlerin eröffnet. Ihre Rede zum Superwahljahr 2009 werde ich mir nicht gönnen können, dafür bin ich am Freitag auf dem Podium zum Thema “Newsdesk - Garant für Qualitätsjournalismus?” zusammen mit den Chefredakteuren Michael Fleischhacker (Die Presse, Wien), Kathrin Lenzer (ehemals Westfälische Rundschau), Michael Lang (APA, Wien), Thomas Schunck (Zeitungsverlag Schwerin), Catherine Duttweiler (Bieler Tagblatt) und Andreas Tyrock (General-Anzeiger, Bonn). Ich würde ganz spontan ja sagen, dass der Newsdesk nicht automatisch ein “Garant für Qualitätsjournalismus” ist, es kommt auf das redaktionelle Konzept an. Aber mit dem richtigen Konzept tut man sich mit Newsdesk heutzutage sicherlich leichter als ohne (die bekannten Stichwörter sind ressort- und medienübergreifendes Planen und Arbeiten).

Vielleicht ist ja ein Hinweis angebracht auf die Aussage von Russ Stanton, Editor der Los Angeles Times, dass die Online-Werbeeinnahmen seines Unternehmens inzwischen so hoch sind, dass man damit die redaktionellen Personalkosten für Print und Online decken kann (so der Bericht des Journalismus-Professors Jeff Jarvis im Guardian). Immerhin arbeiten für die L.A.Times noch 660 Journalisten (früher waren es mal 1200) - also weit mehr als bei den deutschen Qualitätszeitungen. Vielleicht sollte man die Tagung umbenennen in “Online macht Zukunft”? - Doch halt: Wir sind ja nicht in den USA. Hierzulande heißt es im Einladungstext zur Tagung: “Trotz aller Konkurrenz im Internet: Die Zeitung bleibt die Kernmarke, das Leitmedium für seriöse und gewissenhafte Berichterstattung.” Den Kongress soll man mit Live-Videostreams verfolgen können.


Transnationales Forschungsprojekt „Konvergenz im Newsroom”

19. November 2008

Die Medienkonvergenz hat vielfältige und komplexe Auswirkungen auf den Journalismus. Unser Forschungsprojekt „Newsroom Convergence” macht sich seit anderthalb Jahren daran, die Komplexität zu analysieren und mit Hilfe von Modellen und Deskriptoren zu systematisieren. Nach einer Präsentation der Ergebnisse auf einer wissenschaftlichen Fachtagung im Mai haben wir nun am Transfer der wissenschaftlichen Analysen in die journalistische Praxis gearbeitet - und wollten gleichzeitig neue Fragen aus der Praxis ins Projekt aufnehmen. An einem Workshop in Wien am vergangenen Freitag nahmen Journalistinnen und Journalisten aus den Chefredaktionen führender österreichischer Tageszeitungen und deren Online-Angebote teil - sowie Romanus Otte von der Welt/Morgenpost-Gruppe in Berlin. Unser Forschungsteam besteht aus Andy Kaltenbrunner und Daniela Kraus vom Medienhaus Wien, das die Federführung hat, sowie José A. García Avilés und Miguel Carvajal Prieto von der Universität Miguel Hernández in Elche, Spanien.

Mein Kollege José A. García Avilés hat in seinem Blog „El Nautilus”, den er beim spanischen TV-Sender Telecinco führt, eine Zusammenfassung des Workshops gepostet. Eine Kurzfassung unserer ersten Forschungsergebnisse findet sich im Online-Angebot des Medienhauses Wien. Ein ausführlicher Beitrag wurde von der Fachzeitschrift „Journalism Practice” zur Publikation akzeptiert (Erscheinungstermin ist Sommer 2009).

In der nächsten Woche werde ich zum Themenkreis „Newsroom Convergence” einen Vortrag auf der ECREA-Tagung in Barcelona halten. Das Panel heißt „Media Convergence in Europe”. Natürlich kann ich die Ergebnisse unseres transnationalen Projekts dabei sehr gut nutzen.


Podiumsdiskussion in Berlin

27. Oktober 2008

„Online-Journalismus - der neue Boombereich des Journalismus?” ist der Titel einer Podiumsdiskussion auf dem Deutschen Fachjournalistenkongress am Freitag, 31. Oktober, in Berlin. Dr. Peter Richter von der F.A.Z. wird unsere Diskussion moderieren - mit dabei sind Domenika Ahlrichs, Chefredakteurin der netzeitung.de und der Medienjournalist Christian Bartels. Ganz spontan würde ich ja sagen, Online-Journalismus ist nicht unbedingt der “neue” Boombereich, sondern der konstante: Er war, ist und wird Boombereich bleiben.

Nachtrag: Kurzfristig ist Robin Meyer-Lucht als zusätzlicher Diskutant eingesprungen. Am Tag darauf startete er das interessante Projekt “Carta” – “ein Gruppen- und Meta-Blog für Analyse und Meinungsbildung”, wie es im Impressum heißt.


The changing relationship between journalists and their audiences. My presentation at the conference IAPA in Madrid

4. Oktober 2008

Some participants of the seminar „In search of new readers. Audiences’ tastes have changed. New technologies for new audiences. Social networks and blogs.” wished to download my presentation, I gave today in Madrid. Here it is: The changing relationship between journalists and their audiences: Drifting together or drifting apart? As a consequence I appeal for more authenticity through transparency („open the windows and the drawbridge of the fortress newsroom”). 

Update: Some other presentations are now also available for download.


Vortrag: Einladung zur Konferenz der „Inter American Press Association” (IAPA) in Madrid

21. Juli 2008

Die IAPA ist eine non-profit-Organisation, der 1.300 Mitglieder von Zeitungen und Zeitschriften zwischen Patagonien und Alaska angehören. Die 64. Jahresversammlung der IAPA wird Anfang Oktober in Madrid stattfinden - erst zum zweiten Mal in Europa. Meist präsentieren und diskutieren bei diesen Tagungen Chefredakteure und Verleger untereinander - selten geben auch Professoren und Forscher einen Input. Wie komme ich zu der Ehre einer Einladung? Juan Maria Calvo Roy von der spanischen Nachrichtenagentur EFE hat sich an einen Vortrag von mir vor zwei Jahren bei der EANA erinnert und als Mit-Organisator mich ins Spiel gebracht. Ich soll einen Input in ein Seminar geben mit dem etwas weitschweifigen Titel „Looking for new readers. Audiencies have changed interests. New Technologies for new audiences. Social networks and blogs” am 4. Oktober.


CHE-Ranking: Journalismus-Studiengänge der Hochschule Darmstadt gut bewertet

8. Mai 2008

Wir freuen uns: Die Studiengänge Online-Journalismus und Wissenschaftsjournalismus der Hochschule Darmstadt wurden im CHE-Ranking der Medienstudiengänge 2008 sehr gut bewertet. Wir sind die einzige Fachhochschule in Deutschland, die in allen fünf Hauptkategorien zur Spitzengruppe gehört (mein Blogeintrag dazu und der Link zu den Ergebnissen des Rankings). Bei den Universitäten haben das nur Münster und Erfurt geschafft. Zu diesen guten Ergebnissen passt auch die Absolventenstudie Online-Journalismus, die wir vor kurzem gemacht haben.


Panel „Media convergence in Europe” auf Tagung in Barcelona

3. Mai 2008

Gute Nachricht aus Spanien: Unser Panel „Media convergence in Europe” wurde von den Reviewern sehr hoch bewertet und eindeutig für die Tagung 2nd European Communication Conference – focusing on Communication Policies and Culture in Europe der ECREA (European Communication Research and Education Association) im November in Barcelona akzeptiert. Unser Panel wurde von Ramón Salaverría von der Universidad de Navarra (Pamplona) organisiert und enthält Vorträge von sieben Wissenschaftlern und Journalisten aus fünf europäischen Ländern. Für die Tagung waren 1438 proposals von mehr als 3000 Personen aus 57 Ländern eingereicht worden. Es ist für mich eine große Ehre, dass ich dabei sein darf.