| Aktuelle Projekte In den Projekten geht es überwiegend um die Erforschung
innovativer Medien- und Journalismuskonzepte.
Ein kurzer programmatischer Beitrag über Konzepte
und Projekte anwendungsorientierter Journalistik und Journalismusforschung
ist in der
Zeitschrift
"Aviso" der Deutschen Gesellschaft für
Publizistik- und Kommunikationswissenschaft erschienen (Heft
2/2002, S. 4-5).
Redaktionsmanagement [seit 1998 - fortlaufend]
Kernproblem innovativen Redaktionsmanagements sind
die starren Ressort- und Mediengrenzen: Redakteure arbeiten nur für
die eigene Sparte/Sendung. Neue Konzepte wollen dagegen das Planen,
Recherchieren und Schreiben für das gesamte Blatt/Programm fördern:
mit ressortübergreifenden und crossmedialen Projekt-Teams, einem gemeinsamen
Newsdesk oder Newsroom oder der Rollentrennung zwischen Reporter und Editor.
Aber wie viele Redaktionen arbeiten mit neuen Strukturen?
Welche Strategien ergreifen Sie dabei? Und wie erfolgreich
sind sie? In der Dissertation wurden die alten und neuen Ressortstrukturen
erforscht und evaluiert, um eine Theorie zu entwickeln, wie über neue redaktionelle Strukturen die journalistische
Qualität verbessert werden kann. Die Ergebnisse wurden publiziert
in einem Buch, in Aufsätzen und in Vorträgen und werden für
konkrete Beratungsprojekte
verwendet.
Inzwischen hat sich das Projekt verstärkt
crossmedialen Redaktionskonzepten zugewandt.
Zwischen 2004 und 2006 wurde die neue Newsroom-Struktur der Austria Presse Agentur (APA) in Wien erforscht. 2007 bis 2009 ist ein ähnliches Projekt mit der Schweizerischen Depeschenagentur (sda) in Bern geplant. Zusammen mit der IFRA und mit Unterstützung des dänischen Redaktionssystem-Herstellers CCI werden wir 2007 zudem "Best practice"-Beispiele für integrierte Newsroms in Deutschland, Österreich und der Schweiz recherchieren und analysieren. Ein internationales Projekt mit einem österreichischen und einem spanischen Partner ist in der Pipeline.
Wissenschaftsjournalismus
[2003 - 2005]
Eine Studie, die von der FH Darmstadt finanziert wurde,
befasste sich mit der Situation und den Trends des Wissenschaftsjournalismus
und der Wissenschafts-PR. Unter dem Titel "Die Zukunft
der Wissenschaftskommunikation" gingen wir u.a. der Frage
nach, ob und wie Wissenschaftsthemen immer stärker aus
den Ghettos der Wissenschaftsseiten und Wissenschaftssendungen
ausbrechen und in allen Ressorts, Sendungen und Programmen
eine wichtige Rolle spielen, weil sie zentrale Lebensvorgänge
berühren, den Alltag der Menschen betreffen und Politik,
Wirtschaft und Kultur beeinflussen. Vor allen bei den so genannten
Life Sciences handelt sich um Querschnittsthemen,
die quer zur klassischen Ressorteinteilung liegen.
Wie können Wissenschaftsthemen ressortübergreifend
behandelt werden? Welche Kompetenzen brauchen künftig
Journalisten, die sich in allen Ressorts mit
Wissenschaftsthemen beschäftigen? Wie können Defizite
in der Ausbildung von Wissenschaftsjournalisten behoben werden?
Um diese und andere Fragen zu beantworten, befragen
wir die Leiter der Wissenschaftsressorts in allen Medienbereichen
und die Pressesprecher von Hochschulen, Forschungseinrichtungen
und Unternehmen.
Die Studie ist im Heft 2/2005 der Fachzeitschrift "Publizistik" erschienen. Sie war Grundlage für das Konzept eines neuen interdisziplinären Bachelor-Studiengangs. Das Konzept wurde in einem Wettbewerb von VolkswagenStiftung, Bertelsmann Stiftung und BASF AG im Jahr 2004 mit insgesamt ca. 177.000 Euro prämiert.
Internet-Journalismus
[seit 1997 - fortlaufend]
Wie verändert sich das "Story-Telling"
im Web? Welche innovativen journalistischen Formen und Konzepte
schöpfen die Potenziale des Internet aus? Aktualität,
Darstellungstiefe, Usability, Interaktivität und Multimedialität
sind Schlagworte, die die neuen Möglichkeiten und Herausforderungen
umreißen.
Im internationalen Forschungs- und Lehrprojekt "Praktischer
Internet-Journalismus" wird seit 1997 beschrieben, erprobt
und getestet, wohin die Reise des Journalismus im Internet
geht. Partner für Publikationen, Workshops und Tagungen
sind u.a. in der Schweiz, in Österreich, Dänemark,
Irland und Singapore. Zum Projekt gehören Coachings
und Beratungen ebenso wie wissenschaftliche Veröffentlichungen
(im Oktober 2002 ist die dritte Auflage des Klassikers "Internet-Journalismus"
erschienen).
Lehrprojekte zu Internet-Formaten [seit 1997 - fortlaufend]
1. In Kooperation mit der Deutschen Welle haben Studierende im dritten Semester Online-Journalismus im Januar 2007 ein umfangreiches, multimediales Web-Dossier zum Thema "Neue Kriege" produziert. Lorenz Lorenz-Meyer betreute das Projekt zusammen mit mir.
2. Das Campusmagazin ist ein
Web-Projekt
des Studiengangs Online-Journalismus an der Hochschule
Darmstadt. Ein Team des zweiten und des dritten Semesters
berichtet regelmäßig über aktuelle, wissenswerte
und nützliche Themen aus Darmstadt, Dieburg und der Hochschule.
Dabei werden auch Dossiers zu bestimmten Themengebieten
recherchiert und multimedial präsentiert. In Mittelpunkt
steht die Frage, wie das Online-Story-Telling nicht nur gelehrt, sondern auch weiterentwickelt
werden kann.
3. Ähnliche, frühere Lehrprojekte an der Katholischen
Universität Eichstätt sind unter dem Titel
"ei-
das Eichstätter Internet Magazin" zu finden.
Forschungs- und Lehrprojekt "Trimediales Publizieren" [2002]
Drittmittelprojekt an der FH Darmstadt in Kooperation
mit der Wohnungsbaugesellschaft
"Nassauische
Heimstätte", Frankfurt, und der
"SICOM
Informatik", Hamburg. Wir produzierten mit einem
Content Management System Themen für verschiedene Ausspielkanäle:
für den Computer-Bildschirm via Internet, für den
Fernseh-Bildschirm via Interaktives TV und daneben auch für
eine Print-Zeitschrift.
Es wurde experimentell getestet, wie ein Thema crossmedial
für verschiedene Plattformen produziert werden kann.
Inwieweit müssen die Inhalte unterschiedlich aufbereitet,
strukturiert und formuliert werden? Wie unterscheiden sich
die Arbeitsabläufe bei der Produktion für verschiedene
Nutzungsplattformen? Am Ende erforschten wir explorativ das
Nutzerverhalten in einem Testfeld in einer Frankfurter Siedlung,
die mit interaktiven (rückkanalfähigen) Breitbanddiensten
(via TV-Kabel) ausgestattet ist
(
zu den Ergebnissen
der studentischen (Teil-) Projekte).
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